Buchtipp: Simon Beckett – Die Chemie des Todes
Ein menschlicher Körper beginnt fünf Minuten nach dem Tod zu verwesen.
David, einst berühmter Gerichtsmediziner, lebt zurückgezogen in einem kleinen Dorf in Devonshire. Doch mit seiner Ruhe ist es vorbei, als spielende Kinder die Leiche einer mit Schwanenflügeln ausstaffierten Frau finden: Die Tote war Schriftstellerin, im Dorf eine Außenseiterin. Da sie mit David befreundet war, ist er, der schweigsame Fremde, einer der ersten Verdächtigen. Der Pfarrer, ein knochiger Fanatiker, hetzt die Leute gegen David auf. Gleichzeitig arbeitet David fieberhaft an der Aufklärung, denn eine weitere Frau ist verschwunden…
“Die Chemie des Todes” ist der sehr gelungene Auftakt einer neuen Krimiserie um den Rechtsmediziner David Hunter. Simon Beckett gelingt es ausgezeichnet die Spannungsschraube kontinuierlich anzuziehen. Die Geschichte geizt nicht mit Details zur Anthropologie, dennoch ist es nicht langweilig zu erfahren, anhand welcher Larven und Käfer der Todeszeitpunkt einer völlig verwesten Leiche festgestellt werden kann. Selten gelingt es einem Autor die Spannung bis zur letzten Seite so hoch zu halten. Simon Beckett hat es mit diesem Buch geschafft.
Rohwolt Verlag






